Die vergangene Woche war hinsichtlich des Studiums etwas stressig, jedoch hat sie ein erfolgreiches Ende genommen.
Hier an der University in Limerick läuft das studieren etwas anders ab als in Deutschland, denn man hat während des Semesters verdammt viel zu tun neben den Vorlesungen. So musste ich einen Fall bearbeiten, mich für den Labourunterricht vorbereiten, einen Aufsatz schreiben, und eine kleine Studienarbeit machen. Bei dem Aufsatz sollte man eine Person die man ziemlich gut kennt beschreiben. Ich habe natürlich mein Bruderherz gewählt, und befürchte jetzt, dass der Professor einen schlechten Eindruck von ihm haben wird. Aber da sie sich nie begegnen werden ist das ja auch nicht so schlimm. Diese Arbeiten sind eigentlich gar nicht so aufwendig, das heißt die Themen sind wirklich verdammt einfach, jedoch brauche ich für alles hier doppelt oder dreifach so lange wie in Deutschland. Ich gebe die Hoffnung aber nicht auf, dass es sich in den nächsten Monaten noch verbessert. Bis auf die dummen Zusatzaufgaben läufts an der Universität ganz gut. Am Donnerstag wurde diese Woche erneut das Wochenende mit einen Filmabend eingeläutet. Diesesmal haben wir "Walk the Line" (Johnny Cash) geguckt.
Freitag war dann eine Hausparty angesagt, denn eine deutsche Studentin war letztes Wochenende in Deutschland und hat billig Akohol gekauft. War somit ein äußerst amüsanter Abend, der mich den halben Samstag gekostet hat. Aber nichts desto trotz gings Samstagabend zum Hunderennen nach Limerick. Zuerst kann man zur Lokation sagen, dass das benachbarte Gefängnis von außen einladender aussah als das Greyhound-Stadium. Zum Glück sahs dann innen doch besser aus, als man vermuten konnte. Hunderennen sind eigentlich verdammt langweilig, jedoch werden sie interessant wenn man man wettet. Also informierten wir uns zuerst im Stadionheft um anschließend auch auf die richtigen Hunde zu setzen. Der Mindesteinsatz für eine Siegwette beträgt 2€, welche ich auch investierte. Im ersten Rennen setzte ich auf den Hund mit dem Namen "Trip nach Limerick", denn ich hatte ja schon eine Gemeinsamkeit mit ihm. Das brachte mir auch Glück und ich gewann dank einer guten Quote 20€ im ersten Rennen. Im zweiten Rennen setzte ich auf "Pats Jack Hammer", denn mit so einem Namen musste man ja gewinnen, jedoch bemerkte ich später auf meinem Wettschein, dass dieser Hund gar nicht startet, sondern der Ersatzhund "White Sands Lady". War mir nach dem Rennen aber ziemlich egal, denn ich hatte erneut gewonnen. Diesesmal waren es zwar nur zehn Euro, aber ist ja besser als nichts. In den nächsten beiden Rennen verließ mich mein fachmännischer Blick für die Sieger, was ein Grund war das Wetten einzustellen und lieber einen gemütlichen Pub aufzusuchen.
In der nähe des Hundestadions fanden wir auch einen gemütlichen Pub, jedoch waren hier nur absolut besoffene Iren, welche uns mit ihren Einlagen auf eine äußerst amüsante Weise unterhielten. Nachdem wir ein Bierchen getrunken haben gings in den nächsten Pub wo es etwas gesitteter zuging und zudem Livemusik geboten wurde. Was auffällig in den Pubs war, dass hier sehr viele alte Leute (über 50; ist nicht böse gemeint Mama und Papa) drin und zudem komisch gekleidet waren. Als Beispiel hierfür kann ich einen etwa 70jährigen nennen, der einen Anzug mit Badelatschen kombinierte. Als wir den zweiten Pub verließen, stand glücklicherweise der letzte Nightbus direkt vor diesem, mit welchen wir dann zurück zur Universität gefahren sind.
Sonntag war nicht mehr viel geboten, außer dass ich mit meinem Mitbewohner ein Hähnchen gebraten habe, dass zudem noch genießbar war und anschließend mit anderen Erasmus-Studenten noch Fussball spielte. Diese erfolgreiche Woche wurde noch mit dem Sieg meines Vereins gegen dem FC Stamsried perfekt abgeschlossen. Also Jungs, schöne Grüße und machts weiter so. |