In der vergangenen Woche stand der Sport im Mittelpunkt. Dienstag und Mittwoch waren frei, denn da war so etwas wie der Tag der offenen Tür an der Universität. Ich hab die Tage genutzt um einige kleinere Studienarbeiten für meine Kurse zu erledigen.
Dienstagabend war in dem Campus-Pub ein Charity Event für kranke Kinder mit zwei bekannten irischen Musikern. Die heißen Dec O´Rourke und Paddy Casey und sind darüber hinaus noch richtig gut. Nach dieser Party gings noch in einen Club, wo sehr viele Internationals waren, denn die meisten Iren fahren übers Wochenende nach Hause und sind in dieser Woche erst am Mittwoch zurückgekommen.
Donnerstag war ein Sportevent an der University, wo der irische Fußballverband eine Pressekonferenz in der Sportbar, mit seinem Nationaltrainer, abhielt. Der Nationaltrainer ist in Deutschland durch seine Wutrede bestens bekannt und heißt Giovanne Trappatoni. Wie populär Fußball in Irland ist konnte man hier so richtig sehen, denn bei diesem Event waren ungefär knapp 100 Leute. Ich habe zwar die Pressekonferenz verpasst, jedoch war ich noch rechtzeitig hier um ein paar Fotos von Trappatoni zu knipsen.
Am Freitag gings dann zu einem Fußballspiel in den Jackman Park, wo der FC Limerick 37 gegen Waterford United in der 1st Division aufeinandertrafen. Die 1st Division ist die zweithöchste Spielklasse in Irland und das Niveau ist etwa wie bei uns Regionalliga. Das Sadion ist eigentlich auch kein wirkliches Stadion. Es steht nur auf einer Seite eine kleine überdachte Betontribühne, welche kleiner ist als die in Vilzing. Darüber hinaus waren ungefähr so viele Zuschauer da, wie bei einem Bayernligaspiel. Also etwa 800 Leute. Das einzige was gut war hier, war das torreiche Spiel, denn Limerick gewann 5:1. Einige kuriose Dinge hab ich hier aber bemerkt, denn so kann man im Stadion kein Bier bzw. alkoholische Getränke kaufen, aber es ist erlaubt sein Bier von zu Hause mitzunehmen. Was auch in Deutschland unvorstellbar wäre ist der Verdienst der Spieler von Limerick, denn durchschnittlich erhalten diese wöchentlich 100€. Da bekommen Spieler bei uns in der Kreisklasse oft schon mehr.
Samstags war dann Hausparty in unserem Haus in Kilmurry, wo ungefähr zwanzig Leute aus fünf verschiedenen Ländern hier waren. War ganz lustig, denn mein kanadischer Mitbewohner hat einige Lieder mit seiner Gitarre gespielt, welche so ziemlich jeder kannte und auch mitsingen konnte.
Zum Wochenausklang war am Sonntag nachmittag wieder Fussball angesagt, wo ich, ein Kanadier und zwei Franzosen bei einem Länderspiel Polen gegen Portugal mitspielen durften. Ich und der Kanadier spielten für Portugal und wir gewannen auch das Freundschaftsspiel deutlich. |